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Dotationskirchen

Eine der Besonderheiten Frankfurts seit 1802 sind die Dotationskirchen. Die Stadt Frankfurt ist Eigentümerin des Dominikanerklosters und sieben Kirchen in der Innenstadt.


Der in Deutschland einmalige Dotationsvertrag
wurde dann 1830 zwischen der Freien Stadt Frankfurt und den christlichen Gemeinden Frankfurts geschlossen.

Aufgrund dieses Staatskirchenvertrages ist die
Stadt Frankfurt am Main zum Unterhalt der Innenstadtkirchen verpflichtet, die in ihrem
Eigentum stehen.





Die Dotation hat im Grundsatz bis heute mit den folgenden Kirchen Bestand:


- Alte Nikolaikirche
- St. Bartholomäus-Dom
- St. Leonhardskirche
- Liebfrauenkirche
- Katharinenkirche
- Dreikönigskirche
- St. Peterskirche
und das Dominikanerkloster.




In Frankfurt gibt es neben der Dotation mit der evangelischen Kirche im Vorort Bonames auch noch eine Patronatskirche, bei der nicht das Gebäude im Eigentum der Stadt steht, sondern die Stadt für die laufenden Kosten des Pfarrers aufkommt.

Großes Stadtgeläute

Das traditionelle Frankfurter Stadtgeläute ist ein weltweit einzigartiges Erlebnis. Es findet vier mal im Jahr zu den Hochfesten des Kirchenjahres statt.

Klangbeispiel vom Rundgang unter dem Großen Stadtgeläute der zehn Kirchen

Diese Tradition geht zurück bis ins Jahr 1347.
Erstmals war bei einer feierlichen Totenmesse für Kaiser Ludwig den Baiern die Rede von einem gemeinsamen Geläute aller Kirchenglocken Frankfurts. Auch läuteten alle Glocken beim Einzug zur Krönung von Königen und Kaisern.
Ebenso war der 100. Geburtstag 1849 von Johann Wolfgang Goethe Anlass für das Große Stadtgeläut. Nachdem 1856 der Senat der Freien Reichsstadt Frankfurt beschloss, zu hohen Kirchenfesten das Geläut zu veranstalten folgte 1978 ein Magistratsbeschluss, der festlegte, viermal jährlich die Glocken gemeinsam zu läuten.

Die gewaltige Sinfonie, zu der alle Glocken der Innenstadtkirchen zusammenfinden, beginnt mit der 8590 Kilogramm schweren „Bürgerglocke“ der Paulskirche. Anschließend erklingen die Glocken der Katharinenkirche an der Hauptwache, der Liebfrauenkirche, der Peterskirche und der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster. Als nächste in dem von einem hochmodernen Computersystem gesteuerten Konzert folgen die Glocken der Leonhardskirche, der Kirche am Karmeliterkloster, der Alten Nikolaikirche am Römerberg und der Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Mainufer. Höhepunkt ist dann das Geläut des Doms mit der 11.950 Kilo schweren „Gloriosa“, der zweitgrößten Glocke in Deutschland.


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